Kategorie: Neuigkeiten

2019 – Datenschutz bei UBI, SRC und LRC

Aus datenschutzrechtlichen Gründen wird auf die in der Anlage 3 Abs. B der Schiffssicherheitsverordnung (SchSV) Nr. 1.1.6 bzw. in dem § 7 Abs. 2 Nr. 1 der Binnenschifffahrt-Sprechfunkverordnung (BinSchSprFunkV) geregelte Zusendung einer Ablichtung des gültigen Personalausweises oder Reisepasses aktuell verzichtet. Entsprechende in Antragsformblättern zur Anmeldung zur Prüfung vorgedruckte Erklärungen („Dem Antrag füge ich bei: Kopie meines gültigen Personalausweises…“) sind gegenstandslos. Eine dennoch zugesandte Ausweiskopie wird dem Bewerber vor der Prüfung ausgehändigt.

Das Erfordernis, dass gemäß der Anlage 3 Abs. B Nr. 1.2.2 der SchSV bzw.gemäß der Anlage 4 Abs. 1 der BinSchSprFunkV der Bewerber sich vor der Prüfung mittels eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses auf Verlangen der Prüfungskommission am Prüfungsort legitimiert, bleibt davon unberührt.

2018 – Der neue Sportbootführerschein im Scheckkartenformat kommt!

Ab 2018 ist es soweit. Der neue Sportbootführerschein im Scheckkartenformat kommt pünktlich mit dem Jahreswechsel. Er löst mit 01. Januar 2018 das bisherige Führerscheindokument aus „Neobond“ ab. Der neue Sportbootführerschein wurde auf das sogenannte ID1-Kartenformat nach ISO-Norm 7810 umgestellt und hat ein komplett neues Design erhalten. Er wird in Deutschland als Internationales Zertifikat (ICC) nach der Resolution Nr. 40 UNECE für die Berechtigung zum Führen von Sport- und Freizeitfahrzeugen (Pleasure Crafts) erteilt und künftig bei der Bundesdruckerei in Berlin hergestellt. Bisher hatten Inhaber von Sportbootführerscheinen beider Geltungsbereiche (See und Binnen) stets zwei Führerscheindokumente. Mit dem neuen Führerschein können beide Geltungsbereiche künftig auf einer Karte vereint werden. Selbstverständlich bleiben alle bisherigen Sportbootführerscheine auch weiterhin gültig. Wenn Sie Ihren „alten“ Sportbootführerschein gegen den neuen Kartenführerschein umtauschen möchten, ist das selbstverständlich möglich. Die Ausstellung können Sie ab Januar 2018 u.a. bei der Geschäftsstelle des Deutschen Motoryachtverband e.V. in Duisburg (nicht bei den örtlichen Prüfungsausschüssen) gegen Kostenerstattung beantragen.

DER NEUE SPORTBOOTFÜHRERSCHEIN VORDERSEITE

Auf der Vorderseite des Kartenführerscheins befindet sich die Führerschein-Bezeichnung in deutscher und englischer Sprache sowie unter den Kennziffern

  1. Name des Inhabers
  2. Vorname des Inhabers
  3. Geburtsdatum und Geburtsort
  4. Datum der Ausfertigung (Herstellungsdatum)
  5. Zertifikatsnummer (Führerschein-Nummer)
  6. Lichtbild des Inhabers (s/w)
  7. Unterschrift des Inhabers
  8. Gültig für (Geltungsbereich und Antriebsart):
    IW (Inland waters Binnenschifffahrtsstraßen)
    CW (Coastal waters | Seeschifffahrtsstraßen)
    M (Motorized craft | Antriebsmaschine)
    S (Sailing craft | Segel)
    Das Datum der jeweiligen Fahrerlaubniserteilung findet sich direkt hinter dem Kürzel des Geltungsbereichs.
  9. Sport- und Freizeitfahrzeuge von nicht mehr als (Länge, Tragfähigkeit, Leistung)
  10. Zuständige Stelle (welche die Erteilung der Fahrerlaubnis vorgenommen hat)
    DMYV (Deutscher Motoryachtverband e.V.)
    DSV (Deutscher Segler-Verband e.V.)
  11. Zugelassen durch BMVI
  12. Auflagen, z.B. Sehhilfe ist zu tragen
DER NEUE SPORTBOOTFÜHRERSCHEIN RÜCKSEITE

Auf der Rückseite des Kartenführerscheins befindet sich die Bezeichnung des Führerscheins in drei Sprachen (Englisch, Französisch, Spanisch) sowie die Legende zu den Angaben, die auf der Vorderseite eingetragen sind.

DIE MUSTERKARTE
Auf der hier abgebildeten Musterkarte sind folgende Nachweise enthalten:
Frau Mustermann hat die Berechtigung zum Führen von Fahrzeugen unter Segel auf Binnenschifffahrtsstraßen am 28.08.1987, die Berechtigung zum Führen von Fahrzeugen unter Motor auf Binnenschifffahrtsstraßen am 30.05.1993 und die Berechtigung zum Führen von Fahrzeugen unter Antriebsmaschine auf Seeschifffahrtstraßen am 26.04.1995 erworben.
Somit darf sie auf Binnenwasserstraßen Sport- und Freizeitfahrzeuge von weniger als 20 Metern Länge führen, auf dem Rhein von weniger als 15 Meter Länge. Außerdem darf Frau Mustermann Sport- und Freizeitfahrzeuge auf Seeschifffahrtsstraßen ohne Längenbegrenzung führen. Frau Mustermann muss beim Führen von Sport- und Freizeitfahrzeugen eine geeignete Sehhilfe tragen

Flyer Der neue Sportbootführerschein im Scheckkartenformat